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Farbige Brillengläser machen das Leben bunter und können nebenbei auch noch vor Sonneneinstrahlung schützen.

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Warum sind Kunststoffbrillengläser bunter als Brillengläser aus Glas ?

Während sich die Brillengläser aus Kunststoff durch Tauchen in Farbstofflösungen nahezu beliebig einfärben lassen, werden die Brillengläser aus Silikatglas durch Aufdampfen absorbierender Schichten gefärbt.

Diese aufgedampften, dünnen Schichten bestehen aus Gemischen von Metalloxiden oder Metallen. Diese Materialien lassen sich bei geforderten hohen Temperaturen aufdampfen und besitzen von Natur aus eine hohe Brechzahl, so dass sie stets auch den Reflexionsgrad erhöhen. Man muss daher immer Mehrfachschichten aufdampfen, damit eine brauchbare Kombination von Eigenschaften entsteht. Es lassen sich aus den Metallen nur 2 Farben (braun und grau) herstellen.

Bei der Tauchfärbung von Kunststoffgläsern werden meist Textilfarben verwendet. Der Farbstoff kann in den Kunststoff aufgrund der Struktur diffundieren und bildet eine Farbschicht im Glas, die sich auch durch Putzen oder Polieren nicht wieder entfernen lässt. Die Intensität der Färbung hängt von verschiedenen Faktoren ab

  • Art der Farbe

  • Konzentration der Farblösung

  • Temperatur bei der Färbung

  • Färbungszeit

  • Polymerisationsgrad des Kunststoffes.

Es ist bisher nicht möglich, Färbungen automatisch durchzuführen, da verschiedene Kunststoffmaterialien unterschiedliches Färbungsverhalten zeigen. Kunststoffgläser mit einem Brechungsindex von 1,6 haben eine andere Glasstruktur und benötigen für die gleiche Einfärbung wie ein 1,5er Material z.B. die doppelte Zeit.
Wenn dem Glashersteller ein Glas eingesandt wird mit dem Auftrag, ein zweites mit demselben Farbton zu liefern, so erhält der Augenoptiker unter bestimmten Bedingungen zwei neue Gläser, da die Farbangleichung nicht gelingt oder zu aufwendig ist. Dieser Produktionsvorgang ist messtechnisch nicht beherrschbar, weil die Empfindlichkeit des menschlichen Auges, insbesondere bei Frauen, bei der Unterscheidung von Farbtönen bis heute von keinem Messgerät erreicht wird.
Besonders problematisch ist die Tatsache, dass sich der Farbton und die Farbintensität bei nachfolgenden Veredelungsprozessen sichtbar ändern. Will man bei einem zu entspiegelnden Glas einen bestimmten gegebenen Farbton erreichen, so muss dieses bei der Färbung beachtet werden, d.h. es muss so eingefärbt werden, dass sich nach der Entspiegelung der richtige Farbton einstellt. Das erfordert viel Erfahrung. Auch hier ist es bis heute nicht gelungen, den Prozess messtechnisch mit hinreichender Genauigkeit zu erfassen.

Auch bei gefärbten Gläsern gibt es gewisse Anforderungen nach DIN EN 1836, die erfüllt werden müssen. Diese Anforderungen betreffen

  • den Transmissionsgrad, d.h. wie viel Licht im sichtbaren Spektrum durchgelassen wird

  • den Infrarotbereich, wobei unter normalen Umweltbedingungen ein IR-Schutz überflüssig ist

  • den Ultraviolettbereich, die meisten Kunststoffgläser besitzen unter 380nm keine Durchlässigkeit (wird bescheinigt durch den Aufkleber „100% UV-Schutz“)

  • den Straßenverkehr und die Erkennung von Signallichtern

Von normalen Sonnenschutzbrillen mit braun-grauen, blau-grauen oder grau-grünen Gläsern können die Anforderungen gut erfüllt werden, wobei es z.B. bei Sonnenschutzbrillen mit orangefarbenen Gläsern Schwierigkeiten für die Erkennung von blauen und grünen Signallichtern gibt.

* Bedenken Sie bitte, das die Darstellung der Farben am Bildschirm von den   Originalgläsern abweicht. 

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Kostenlose hotline: 0800 5069092
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